Auf dieser Seite stellen wir Ihnen die Insel mit ihren Orten und ihrer abwechslungsreichen Landschaft vor. Auch Klima, Geschichte und Brauchtum sollen kurz erwähnt werden.

 
Ortseingang Morsum

Morsum - das erste Dorf hinter dem Hindenburgdamm

Orte

Es gibt auf Sylt zwölf Ortschaften, von denen aber einige zu Großgemeinden verbunden worden sind. Insgesamt finden sich auf der Insel sieben Gemeinden.

- Details zu den einzelnen Orten
 

Landschaft

Das, was Sylt im Gegensatz zu anderen Inseln auszeichnet, ist seine landschaftliche Vielfalt. Denn Sylt verfügt nicht - wie viele denken - ausschließlich über Wasser, Strand und Dünen. Vielmehr zieren auch Heide, Kliffs, Felder und Wiesen das Landschaftsbild. Und die kleinen Wäldchen in den Dörfern bergen Romantik pur. Dieses reichhaltige Angebot der Natur lockt viele Erholungssuchende auf die Insel.

Naturschutzgebiet

Viele Bereiche der Insel sind als Naturschutzgebiete ausgewiesen

 
Sturm am Weststrand

Sturm am Weststrand

Klima

Sylt ist zu jeder Jahreszeit schön und vor allen Dingen erholsam.

Im Sommer wartet die Insel mit hohen Temperaturen und Sonne auf, wobei es wegen der ständig vorhandenen leichten Brise nie zu warm wird. Und nach einem ausgedehnten Sonnenbad bringt ein Sprung in die salzige Nordsee schnell Erfrischung.

Sylt ist nicht nur für einen Sommerurlaub geeignet, sondern bietet gerade im Herbst eine besonders gesunde salzige Luft. Die steife Nord-West-Brise der häufigen Stürme ist besonders erholsam für Asthmatiker. Nebenbei lehrt das an einem Sturmtag wilde Meer den Respekt vor seiner Gewalt.

Der Winter ist auf Sylt milder als anderswo, was nicht bedeutet, dass auf Sylt kein Schnee fällt. Ein märchenhaft romantisches Bild liefern alte Bauernhäuser und schöne Landschaften unter einem Hauch von Weiß an einem echten Wintertag.

Was man über den April sagt, gilt auf Sylt eigentlich für den gesamten Frühling: Das Wetter macht, was es will! Zu dieser Zeit ist ein rauer Sturmtag genauso wahrscheinlich wie sommerliche Temperaturen. Und wem zwölf Grad Wassertemperatur nicht zu wenig sind, der kann auch schon im April im Meer baden gehen.

 

Geschichte

Sylt ist die nördlichste und auch am weitesten nach Westen reichende Insel der Nordfriesischen Inseln. Sie gehörte früher einmal - wie auch ein großer Teil Schleswig-Holsteins - zu Dänemark.

Heute ist die dänische Vergangenheit der Insel immer noch erkennbar an den dänischen Kindergärten und Schulen in Keitum und Westerland.

Aber auch der Name unserer Insel hat eventuell dänische Herkunft: "Sild" ist das dänische Wort für Hering. Neben dieser möglichen Entstehung des Namens "Sylt" gibt es noch eine andere Version, die eine Entwicklung aus dem altfriesischen "Silendi" (übersetzt: Seeland) für möglich hält.

Sylter Landwirt im 19. Jahrhundert

Sylter Landwirt zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts

 
Brauchtum

Traditionelles Ringreiten

Brauchtum

Vor allem in den Ostdörfern der Insel wird Brauchtum heute noch sehr groß geschrieben.

Hier sind die Einwohner noch des Sylter Friesisch mächtig, das nicht - wie viele denken - ein Dialekt der deutschen Sprache ist, sondern der Gruppe der westgermanischen Sprachen angehört. "Sölring" ist der Sylter Dialekt des in Nordfriesland gesprochenem Nordfriesisch. Da diese Sprache leider auszusterben droht, haben die Sylter Schüler in der Grundschule Unterricht in Friesisch. Vor allem die "Sölring Foriining" kümmert sich um den Erhalt der Friesischen Sprache, denn sie hat sich die Brauchtumspflege auf die Fahnen geschrieben.

Der Sylter Verein zum Schutz der Sylter Küste, Landschaft und Kultur sorgt des Weiteren dafür, dass eine große Sylter Trachtengruppe am Leben erhalten wird und alte Friesische Feste wie Biikebrennen und Petritag nicht in Vergessenheit geraten.

Das Jahr für Jahr inselweit gefeierte Biikebrennen ist Tradition aller Friesen auf den nordfriesischen Inseln und dem Festland. Am 21. Februar treffen sich Einwohner und Besucher zum Fackelzug durch den Ort in Richtung Biikeplatz. Nachdem die Biike-Rede gehalten und die Hymne "Üüs Sölring Lön" gesungen ist, werden die abgebrannten Fackeln in den großen Haufen aus Gestrüpp und alten Weihnachtsbäumen geworfen und die Biike damit entzündet. Zum Brauch gehört auch der Punsch an der Biike und das Grünkohlessen davor oder danach. Um dieses Spektakel mitzuerleben, reisen viele Urlauber im Februar auf die Insel.

Ursprünglich war das Biikebrennen ein heidnisches Ritual zur Vertreibung von bösen Geistern. Später wurden die Sylter Seefahrer mit dem Feuer und dem am darauffolgenden Tag stattfindenden Petritanz verabschiedet. Seit dem 19. Jahrhundert liegt die Bedeutung der Biiken in der Stärkung des Zusammengehörigkeitsgefühls.

Am 22. Februar - dem Petritag - steht in jedem Ort Tanz auf dem Programm. Die Schüler und Schülerinnen der Sylter Schulen haben schulfrei und kommen von morgens bis nachmittags in einem der Festsäle zusammen, um zu tanzen und Spaß zu haben. Aber auch für die Erwachsenen findet abends Tanz statt.